



VON JULE KLIESER
Aachen. Die Kabarett-Truppe "Öcher Nölde" hat den Erlös aus der vergangenen Spielzeit an vier gemeinnützige Einrichtungen gespendet. Stattliche 6000 Euro haben die 19 Ehrenamtlichen bei sieben Auftritten von den Eintrittsgeldern eingenommen und an den Kinderschutzbund, das Projekt "Kindern den Tisch decken", die Viktor-Frankl-Schule und das Ronald McDonald-Haus weitergeleitet.
"Da kommste mit am liejen" und "Juwiele uns 13 Johr" hießen die erfolgreichen Programme des Ensembles, das seine Späße selbst entwickelt. "Es ist uns wichtig, dass wir Kindern etwas spenden und den Aachenern etwas zugute kommen lassen", erklärte Verena Clemens, 2. Vorsitzende der Öcher Nölde, bei einer kleinen Feier zur Überreichung der Spende.
Zwei erfreute Delegierte vom Kinderschutzbund dankten dem Verein besonders, denn Beratungsstelle und Abenteuerspielplatz sind bedacht worden. "Unser Abenteuerspielplatz ersetzt den Spielplatz Straße, den es früher gab. Ohne die Unterstützung würden wir unsere Arbeit überhaupt nicht leisten können", sagte Jens Lankuttis, Leiter der Einrichtung. Immer wieder neue Ideen und Verbesserungen für Jugendliche, Kinder und deren Eltern werden auf dem Platz "Zum Kirschbäumchen" verwirklicht.
Neu ist das "Krötenbiotop" für die Allerkleinsten, die unter Aufsicht der Eltern in einem geschützten Bereich herumtollen können. "Unsere Zahlen steigen leider stetig", sagte Andrea Weyer, Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds, über die Beratungsstelle, die eine Anlaufstelle für Familien ist.
Das Ronald McDonald-Haus in der Nähe des Universitätsklinikums bietet Eltern und Geschwistern Unterkunft, wenn ein meist schwerkrankes Kind längerfristig im Krankenhaus ist. "Meist handelt es sich um Frühchen mit einem Geburtsgewicht um die 600 Gramm", erläuterte Claudia Berning, Leiterin des Hauses. "Für die Eltern ist das Gefühl ganz wichtig: Ich kann jederzeit hin zu meinem Baby". Das Ronald McDonald-Team versuche, den Eltern einen möglichst normalen Alltag zu ermöglichen.
Seit fünf Jahren gibt es die Aktion "Aachener Kindern den Tisch decken". "Wo Kinder nichts zu essen bekommen, sind wir zur Stelle", berichtete der Aachener Journalist Hans-Peter Leisten. 250 bis 300 Kinder werden aktuell versorgt. "Wir arbeiten auch ständig daran, uns überflüssig zu machen", so Leisten. Zum Glück könnten oft wieder die Eltern ihre Aufgabe übernehmen.
Beliebte Trommelgruppe
Oliver Lutter leitet an der ViktorFrankl-Schule eine Trommelgruppe. 16 Kinder mit verschiedenen Behinderungen trommeln gemeinsam mit Schülern der LuiseHensel-Realschule und der Hauptschule Burtscheid. "Jeder kann dabei spüren: Ich bin wichtig", sagt er. "Wir haben beim Trommeln eine Menge Spaß, und die Kinder reißen sich um die Plätze."