



Ulla Schmidt als Gast
Die Besucher, darunter erstmals Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, bekamen bei der Premiere im Pius-Gymnasium drei Stunden Kabarett vom Feinsten live geboten.
Garanten dafür waren das Ensemble, Jan Savelsberg als Confrencier und eine hervorragend aufspielende Combo Jazzlite. Das Fernsehen hatte sich angesagt, aber die Nölde ließen sich das Öcher Platt, das der WDR nicht mag, keineswegs verbieten. In Anspielung auf die Sitzung im Eurogress wurde empfohlen: «Die beste Alternative für diejenigen, die dem Karneval entfliehen wollen, ist die AKV-Sitzung.»
Schlag auf Schlag ging es dann um Finanzkrise, Banken, Politik. «Um et jut fühlen» ging es beim Managergesang von Jan Savelsberg: «Kein Job, keine Moral, keine Frau, aber Kohle genug.» Jede Krise hat ihre Verlierer, und Manager als Gewinner. Die Krise kriegten auch Herbert Dejosez, Kerstin Keyen, Angelika Kutsch, Christian Menten, Marlene Menten, Manfred Savelsberg. Angie und Peer suchen nach Lösungen, coole Manager genießen das Leben in vollen Zügen. Das normale Ehepaar befürchtet auf der «Nölde-Bank» sitzend den Verlust ihres Geldes. «Bevor wir die Aktien auf den Müll tragen, verbrennen wir sie lieber.»
Im Altenheim 2069
Die Bestatter (Harald Brammertz, Marianne Windmüller) möchten, dass die Verstorbenen das Gefühl haben, mitten im Leben zu stehen. Ihre Devise: «Fahre richtig, sonst fahr ich Dich.» Im Altenheim 2069 tummelten sich Horst Kreutz, Ulla Liermann und Marlene Menten. Was für eine Freude, dort «Tokio-Hotel» anzutreffen und beim Türmchensaufen dabei zu sein.Ureigene Probleme beklagten die «Anonymen Aachener». Sie werden an den Universitäten ausgelacht über Öcher Aussprüche wie «Ich ess der Teller auf» oder «Da jeht der Telefon».
Nehmen Sie 'nen Alten
Und dann kam «Manni der Huusmeäster», der neue Thouet-Mundart-Preisträger, als OB-Kandidat. Die neuen jungen Wilden schaffen es nicht, Manni empfahl sich singend «Nehmen Sie 'nen Alten». Bei seiner erste Wahlrede war allen klar: An diesem Mann führt kein Weg vorbei. Der hat seine Ziele klar vor Augen. Die Brander bekommen ihre Arkaden am Vennbahnweg, die Burtscheider eine im Kurpark. Und alle Öcher dürfen sich auf die Fabrikverkaufsmeile vom Bend bis zum Rathaus freuen. Die Penn lotst die Kunden musikalisch, im Sinne von Mannis kreativen Ideen. Danach gab es für das große Publikum kein Halten mehr, stehende Ovationen, Blumen, Bravo-Rufe. Und das Fazit der Besucher: «Das ist der Mann, der dem AKV eine tolle Quote bescheren würde». Wie war das doch: Der WDR ist fies auf Öcher Platt.